Herbst 2011 in Polen. Die Wassertauglichkeit des G haben wir ausgiebig getestet. Im Gegensatz zu Uwe und mir hat er leider nicht  bestanden. Nur Platz 16 von 20 in der Klasse. Im nächsten Jahr dann sicher nicht "Sport" inclusive Wasser & Schlamm, sondern "Cross Country 2".

MT Series 2011 in Polen

Herbst 2011 in Polen. Noch mehr Wasser als im Frühjahr.
... und schon ist's innen wieder sauber.
Wasser auch in der Nacht.

marathonrally.com schreibt am Tag 1:

 

"Ob sie wussten was sie taten? Andreas Lübcke und Uwe Jurzok starten in Polen mit dem Ex-Stensky Mercedes G, haben aber ausgerechnet für die "Schlamm-Truppe" gebucht - ohne Winde, ohne Alles. Genau die Gruppe, mit der die Stenskys im alten Mercedes nie wieder fahren wollten... Gleiches gilt für die einzigen beiden Side-by-Side (SSV) im Feld, die witzigerweise ebenfalls in de eigentlich unmachbaren Wassergruppe genannt haben - vielleicht hat man das Wort "Sport" verwechselt. Wir bleiben dran..."

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marathonrally.com schreibt am Tag 2:

 

"Heute lief es für Andreas Lübcke und Uwe Jurzok im Ex-Stensky Mercedes G gut: "Gestern hatten wir nach einem Wassereinbruch einen Schaden an der Elektrik, nichts ging mehr" berichtet Jurzok. "Und ja, wir haben tatsächlich die Sport-Klasse gebucht und auch eine Winde am Auto - doch die war ebenfalls kaputt. Heute sind wir gut durchgekommen, nur einmal wollte der Wagen nicht anspringen, aber das war nur kurz.""

 

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mtseries.pl schreibt auf seiner Internet-Seite:

 

 

MT SERIES 2011 – summa summarum

22/10/2011 07:36

 

 

Es waren über 320 Kilometer Offroadpisten die bei der MT Series 2011 am vergangenen Wochenende von den führenden polnischen Offroadsportlern, aber auch von deutschen, niederländischen und franzosischen Teams auf dem größten Truppenübungsplatz Europas bewältigt wurden. 126 Fahrzeuge, Geländewagen, Trucks, Quads und Motorräder rivalisierten in den Klassen CrossCountry („Die Schnellen”) und Sport (theoretisch „die Langsameren” weil sich diese Klasse durch schwerstes Gelände kämpfen muss). Trotz der Länge der Strecke, den zahlreichen Herausforderungen, einerNachtetappe, aber vor allem trotz der immer weiter wachsenden Müdigkeit bei Mensch und Material erreichte das schnellste Team in nur etwas mehr als sechseinhalb Stunden die Ziellinie.

 

Ein vier Kilometer langer Prolog eröffnete die Rally am Freitag. Einige nutzten dies als Aufwärmphase, andere als Sprint. Dieser Rundkurs auf einer Trasse, die gewöhnlich von Leopard- und Schützenpanzern befahren wird, besaß eigentlich keine außergewöhnlichen Schwierigkeiten. Aber ein Übermaß an Geschwindigkeit und/oder Adrenalin konnte verheerend wirken. Die ersten Havarien waren zu verzeichnen und einem Team „gelang” es sogar sich auf grader Strecke zu überschlagen, zum Glück ohne Folgen für die Besatzung.

 

Nur wenige Stunden nach dem Prolog, mit Einbruch der Dämmerung, starteten die Teams in die 100 Kilometer lange Nachtetappe. Auch wenn beim Start noch der fast volle Mond am Himmel stand, war dies nicht von großer Hilfe. Es wurde eine ungewöhnlich dunkle Nacht und zu allem Überfluss kamen gegen Mitternacht Wolken auf, die schon bald kalten Regen nach unten schickten. Die Besten waren da schon im Ziel oder zumindest in seiner Nähe, aber die meisten Teams kämpften wohl noch irgendwo auf der dunklen Strecke mit Navigation und ganz besonders mit den Kompasskursen, der größten Schwierigkeit für alle Teilnehmer. Dabei warteten auf die Sportklasse auch in dieser dunklen Nacht noch ganz besondere „Annehmlichkeiten” wie recht tiefe Wasserdurchfahrten. Ein zweifelhaftes Vergnügen, wenn es darum geht mitten im kalten Wasser auszusteigen um das Windenseil auf die andere Seite zu tragen. Im Ziel jedenfalls kam die Mehrzahl durchgefroren und nass bis auf die Knochen an. Danach begann der „Arbeitstag” der Schraubercrews, schließlich sollte alles zum nächsten Start am frühen Morgen wieder gerichtet sein.

 

Die 160 Kilometer lange Etappe am Samstag wurde zu einer wahrlich mörderischen Offroadtour und dass nicht nur wegen ihrer Länge, sondern vielmehr durch das teils schwere Gelände das es zu bewältigen galt, aber auch durch die Müdigkeit vieler Teilnehmer. Nur wenige Teams können von sich behaupten, sie hätten an diesem Tag nicht irgendein ganz besonderes „Abenteuer” bestehen müssen. Die einen versenkten ihr Fahrzeug oder setzten den Motor unter Wasser, andere gingen in die Seitenlage oder hatten irgendwelche anderen Schäden zu beheben. Hinzu kamen der am Nachmittag einsetzende Regen und die kühlen Temperaturen, alles zusammen nicht sonderlich angenehme Bedingungen. Doch trotz all dieser „Widrigkeiten” war die Stimmung im Ziel enthusiastisch. „Schon lange her, dass ich mich so austoben konnte”, „Das war sauschwer, aber es war super”, „Knochenarbeit, aber ich bin glücklich, genau dazu sind wir hergekommen”, waren nur einige Stimmen, die man auf der Ziellinie zu hören bekam.

 

Sonntag dann der Start zur letzten Etappe der MT Series 2011. Angesagt war eine leichte und kurze Strecke von 60 Kilometern Länge. So mancher Teilnehmer sah sich sicherlich schon am Start im Ziel. In Wirklichkeit aber war das Ziel noch weit entfernt und jeder Fehler machte sich sauer bemerkbar. Immer mehr Maschinen quittierten die rauen Strecken der letzten Tage mit Arbeitsverweigerung. Völlig unerwartet zeigte sich die Etappe auch noch als anspruchsvoll besonders für die Navigatoren. Viele Teilnehmer hatten vor allem mit einem 5 Kilometer langen Abschnitt gleich nach dem Start so ihre Schwierigkeiten, denn hier musste nach Kompasskursen gefahren werden. Diese Kunst gelang nicht allen und viele verpassten so den Stempel des dortigen Kontrollpunktes.

 

Die beste Zeit der MT Series 2011 erkämpfte sich ein Team aus der Sportklasse. Marcin Łukaszewski und Magda Duhanik legten die gesamte Strecke in nur 6 Stunden 31 Minuten und 44 Sekunden zurück. Ihr Rallyfahrzeug, der SAM EVO3, war sogar schneller als die Sieger der Crosscountry Klasse Martin Kaczmarski und Artur Cichon. Den Sieg mit dem schnellsten seriennahen Fahrzeug (Klasse CC2) errang ein Team aus Pommern, Sławomir Karpiński und Zbigniew Peczyński. Bei den Quads der Crosscountry Klasse siegte Sławomir Wajdzik. Und in der Sportklasse der Quads stieg der beste Quadfahrer der letzten Jahre auch hier ganz oben aufs Podest, Krzysztof Kretkiewicz, gegen ihn war wieder einmal kein Kraut gewachsen. Bei den Motorrädern gingen die ersten Plätze beider Klassen an die deutschen Teilnehmer Hagen Maikranz (CC) und Oliver Post (Sport). Und Ralf und Guido Neubert fuhren bei den Trucks als erste über die Ziellinie.

 

„Die MT Series entwickelt sich und die Organisatoren haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Teilnehmer, hören geduldig auf ihre Kritiken und verändern wo nötig. Gleichzeitig steigt der sportliche Anspruch der Rally und mit ihm die Teilnehmerzahl aber auch die Qualität des sportlichen Wettkampfes. Und deshalb kommen wir hierher. Auch im April zur MT Rally 2012 kommen wir ganz sicher wieder” so die Meinung von Tomek Traskiewicz, dem schnellsten Fahrer der Crosscountry Klasse, der zu seinem Pech am Samstag einen CP verpasste und sich durch die zweistündige Zeitstrafe auf dem 7. Rang wiederfand Ganz ähnlich hörte man es von fast allen. „Es war eine fantastische, schnelle Rally. Ein fehlerfreies Roadbook, eine gute Organisation, tolle Leute und super viel Spaß” sagte Martin Kaczmarski. Und Mirosław Kozioł (der 5. in der Sport Klasse)ergänzte ihn „ Bei der MT bin ich zum ersten Mal gestartet und ich muss sagen, dass alles, was ich vorher über die MT gehört hatte einfach stimmt. Ja ich glaube sogar, dass diese Rally noch viel mehr Superlative verdient.”

 

Die Organisatoren der MT, Paweł Moliński und Tomasz Tomaszewski versichern, dass sie die MT Fans nicht enttäuschen werden und fruen sich schon jetzt auf in Wiedersehen bei der längeren Ausgabe, der MT Rally im Frühling 2012, die am 12. April 2012 gestartet wird.


 

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Mit dabei auch das befreundete Team "Offroad Tiger" aus Basdorf, diesmal mit Björn Paulsen als Fahrer und Detlef Beitz als Co. im roten Mercedes G.

 

Fotogalerie (zum Vergrößern bzw. Dia-Show bitte anklicken:)